Nichts hat die Art und Weise wie in der IT-Welt Software konzipiert und entwickelt wird in den letzten Jahren so sehr verändert wie Microservices. Auch hier in unserem Blog hatten wir das Thema Microservices bereits mehrfach aufgegriffen (z.B. hier: https://www.itech-progress.com/microservices-und-bounded-contexts-perfekte-ehe-oder-ungleiches-paar/ oder hier: https://www.itech-progress.com/ueberlegen-zerlegen-softwarearchitektur-mit-der-flex/). Heutige Anwendungen müssen in einem Cluster von mehreren Knoten funktionieren, dynamisch platzierbar, skalierbar und fehlertolerant sein.

Microservices wiederum bilden die Basis von Cloud native Applikationen. Die einzelnen Microservices sind voneinander unabhängig und können auf mehreren Servern an verschiedenen Standorten laufen. Cloud native Anwendungen nutzen diese lose gekoppelten Cloud Services. Bei Cloud native handelt es sich um einen Ansatz, der gewährleisten soll, dass Anwendungen für die Cloud-Computing-Architektur entworfen und entwickelt werden. Die Besonderheiten der Cloud-Computing-Architektur sollen zum Vorteil der Anwendungen genutzt und alle Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden. Für diese Art von Anwendungen wird oft die Abkürzung NCA verwendet, das für Native Cloud Application steht.

NCAs haben zahlreiche Vorteile. Sie sind weder an eine spezielle Hardware noch an bestimmte Betriebssysteme gebunden, lassen sich leicht skalieren, sind einfach zu deployen, und sie sind georedundant. „Redundanz“ bedeutet, dass man mindestens eine zusätzliche Ressource als Backup für den Notfall hat. In der Kombination mit „Geo“ bedeutet es, dass diese Ressourcen zusätzlich räumlich voneinander getrennt sind. Nur so kann wirklich sichergestellt werden, dass auch bei schwerwiegenden technischen Problemen an dem einen Ort noch immer ein intaktes Backup an einem anderen Ort verfügbar ist. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollten es sogar mindestens 200 km sein, um auch vor Naturkatastrophen gut geschützt zu sein.

 

Seit Juli 2018 gibt es beim iSAQB ein neues Modul mit dem Namen CLOUDINFRA.

Das Modul beschäftigt sich mit den Themen Infrastruktur, Container und Cloud Native und mit der Frage: “Wie konzipiert und implementiert man anpassungsfähige Infrastrukturen für die Cloud?”.

Im Modul CLOUDINFRA geht es jedoch nicht nur um die Gründe für den Betrieb und die Vor- und Nachteile einer Cloud. Die Teilnehmer lernen die Grundlagen moderner Infrastrukturen, wie z.B. die unterschiedlichen *aaS Begriffe, Microservice-Architekturen, Container und verteilte Anwendungen.

Über die gängigsten Architekturkonzepte, hier im speziellen Microservices und Self-contained Systems geht es zu einer Reise in die Tiefen des Cloud-Native-Konzepts. Den Abschluss bilden hilfreiche Patterns und alles Wichtige über Development, CI/CD (Continuous Integration und Continuous Delivery) und Betrieb.

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Weiterführende Links:

Training “iSAQB Infrastruktur, Container und Cloud Native (CLOUDINFRA)”