Endlich ist er da! Der zweite Beitrag in unserer Anti-Pattern Reihe, in der wir gängige Fehler aus der Softwaretechnik aufzeigen und Tipps geben, wie man sie zukünftig vermeidet beziehungsweise nachträglich behebt. Diesmal geht es etwas heißer zu, wenn wir reden über Lava…genauer gesagt üvber Lava Flow!

Bei unserer 3-tägigen Grundausbildung für Softwarearchitekten, dem Foundation Level Training, bekommst du das nötige Know How, um von Anfang an gute und überschaubare Lösungsmuster zu entwickeln. Wer eine bestehende Architektur systematisch verbessern möchte, dem empfehlen wir unser Advanced Level Training IMPROVE – Evolution und Verbesserung von Softwarearchitekturen.

Beschreibung

Man spricht von einem Lava Flow, wenn sich im Laufe der Zeit immer mehr toter Code in einer Anwendung anhäuft, der eigentlich nicht mehr oder kaum noch gebraucht wird. Dieser tote Code zieht sich dann wie zähe Lava durch das System.

Auswirkungen

Dieser „tote Code“ steigert die Komplexität der Anwendung und kann dazu führen, dass irgendwann niemand mehr weiß, welche Codefragmente wie bereinigt werden können. Obendrein kann dieser Code wertvolle Ressourcen verschwenden und sich negativ auf die Performance auswirken.

Typische Merkmale eines Lava Flows sind undokumentierte,  „wichtig aussehende“ Methoden oder Klassen, deren eigentliche Funktion nicht ersichtlich sind, oder Stellen im Code mit Hinweisen wie z.B. „to be replaced“.

Lösung

Der beste Weg zur Vermeidung von Lava Flow ist eine klare Architektur, die vor Beginn der eigentlichen Implementierung entworfen und in einem Configuration Management Process gesichert werden sollte. Das Configuration Management gibt Informationen über verschiedene Versionen und verwendete Tools und dokumentiert Änderungen und deren Auswirkungen auf andere Programmteile.

Hilfreich können auch Tools zur Abhängigkeitsanalyse sein, wie z.B. JarAnalyzer oder JDepend, die statische Abhängigkeiten zwischen Java-Klassen ermitteln.