ITech Progress Sommerfest 2022

ITech Progress Sommerfest 2022

ITech Progress Sommerfest 2022

Am Freitag, den 09.09.2022 fand das Sommerfest der ITech Progress GmbH statt. Um den Sommer gemeinsam ausklingen zu lassen, traf sich das Team in Nürnberg, denn dort befindet sich neben dem Hauptsitz in Ludwigshafen ein weiterer Standort der ITech Progress GmbH. Im Mittelpunkt stand nach den vielen Einschränkungen der COVID-19-Pandemie und verschärften Homeoffice-Regelungen das Kennenlernen aller neuen Kolleg:innen.

Spaghetti, Marshmallows &
Metermaß

Für das erste Kennenlernen versammelten wir uns in einem Seminarraum der Deutschen Jugendherberge Nürnberg. Sie liegt direkt neben der Kaiserburg und gilt als modernste Jugendherberge in einem wunderschönen historischen Gebäude. Mit ihren breiten Gewölbemauern und Sandsteinbögen lädt sie mit einem ganz eigenen Charme zum Verweilen ein.

Drei Mitarbeiter lachen, weil ihr Spaghetti-Turm umfällt, wenn dieser nicht festgehalten wird.
Zwei Mitarbeiter:innen freuen sich über einen verbogenen Spaghetti-Turm

Um langwierige Kennenlernspiele zu vermeiden, wurde ein Ice-Breaker vorbereitet, der selbst täglich strategisch denkende Teams ins Schwitzen bringt. Mit 20 Spaghetti und einem Meter Kreppband sollten Fünfergruppen in 15 Minuten den höchsten von selbst stehenden Turm bauen. Ein Marshmallow markierte als krönender Abschluss nicht nur den Messpunkt, sondern stellte die Statik des Turms auf die Probe. Mit den verschiedensten Lösungsansätzen versprachen die Gruppen sich den eigenen Sieg. Schlussendlich überzeugten zwei der fünf Türme mit ihrer Standhaftigkeit ohne zusätzliche Stütze.

Stadtrallye: Immer der Nase nach!

Bei der darauffolgenden Stadtrallye wurden Teamfähigkeit und Koordination gefragt, denn wir erlebten Kunst, Kultur, Kulinarisches und natürlich auch die Geschichte Nürnbergs auf eine abenteuerliche Art und Weise. Mit Hilfe von Fotos, Rätseln und Fragen fanden wir in drei Gruppen, die nicht nur gegen die anderen Teams, sondern auch gegen die Zeit spielten, unseren Weg durch Nürnbergs Geschichte. Eine wunderbare Stadtrallye führte uns durch die Nürnberger Altstadt, wobei die Aufgaben nicht ausschließlich mit der Hilfe des Internets lösbar waren. Foto-Aufgaben, bei denen zum Beispiel das Abendmahl nachgestellt, die Stadtwappen gefunden oder ein Sprichwort („Immer der Nase nach.“) verkörpert werden sollte, lockerten die Atmosphäre auf.

Mitarbeiter:innen stellen das Bild "Abendmahl" nach.

Neuinszenierung Abendmahl

Mitarbeiter stehen vor einem Torbogen. Darüber hängen die Stadtwappen Nürnbergs.
Mitarbeiter berührt den goldenen Ring am schönen Brunnen.

Da die Gruppen selbst entscheiden konnten, welche Aufgaben sie durchführen oder auslassen wollten, war die Rallye für alle ein individuelles Erlebnis. Es bestanden die Möglichkeiten, die Kaiserburg zu besuchen, das Albrecht Dürer Haus zu sehen, den Hauptmarkt zu erkunden und den goldenen Ring am schönen Brunnen zu drehen, wodurch der Sage nach ein Kinderwunsch in Erfüllung gehen soll.

Probieren geht über studieren

Auch typische Nürnberger Spezialitäten durften im Programm natürlich nicht fehlen! Zum Probieren standen drei Nürnberger im Weck, „Kaiserin“ Lebkuchen, der Burggeist (Kräuter-Schnaps), Rotbier und der Hammelhoden (Wein) auf dem Plan.

Gruppe posiert vor dem großen nürnberger Stadtwappen.
Gruppe probiert Nürnberger "Kaiserin" Lebkuchen.
Das Siegerteam der Stadtrallye freut sich.

Vor allem die Beschaffung des Hammelhodens trug zur Belustigung unseres gesamten Teams bei, als beim Abendessen davon erzählt wurde, wie eine unserer Kolleginnen diese Aufgabe angegangen ist. Mitten in der belebten Altstadt lief sie zu einem Restaurantmitarbeiter und fragte diesen laut vor allen Gästen und ohne weitere Erklärung: „Haben Sie einen Hammelhoden?“ Als der Mann sichtlich überrascht und verwirrt reagierte, wurde klar, dass in heutiger Zeit vermutlich nicht mehr jede:r Nürnberger:in weiß, was genau dieser alte Begriff beschreibt.

Unsere Einkehr im Heilig-Geist-Spital rundete den gelungenen Tag ab. Dort wurden wir nicht nur hervorragend verköstigt, sondern konnten unsere Erlebnisse erzählen und das Siegerteam der Stadtrallye (Team Alpha) mit einer kleinen Aufmerksamkeit ehren.

Gruppenfoto des ITech teams beim Sommerfest 2022.

Desiree Weber

Werkstudentin Marketing

13.09.2022

ITech Progress auf dem Java Forum Stuttgart

ITech Progress auf dem Java Forum Stuttgart

ITech Progress auf dem Java Forum Stuttgart

Die Java Forum Stuttgart ist eine jährlich stattfindende, eintägige Konferenz mit Java als Leitmotiv. Sie wird von der Java User Group Stuttgart (JUGS) veranstaltet und ist für Entwickler und Entscheider konzipiert. Das Forum bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich umfassend über Themenfelder wie Java bzw. im Java- sowie JVM-Umfeld zu informieren. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen wird als Veranstaltungsort das zentrale Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart genutzt.

JFS 2022: Eingang der Liederhalle Stuttgart

Am 07. Juli war es so weit, die ITech Progress GmbH konnte als Sponsor mit einem Ausstellungsstand und einem Vortrag endlich wieder an einer Präsenzkonferenz teilnehmen.

Nur ein Tag, dafür aber 8 Vortragssäle, über 50 Vorträge und mehr als 30 Aussteller: Auf dem Java Forum Stuttgart wurde ein intensives Programm geboten und wir waren mittendrin.

Holger Tiemeyer steht während seinem Vortrag auf der Bühne. Hinter ihm ist die Präsentation auf einer Leinwand zu sehen.
Das sitzende Publikum bei H. Tiemeyers Vortrag. Die Zuhörer sind von hinten zu sehen, vorne die Präsentation.
H. Tiemeyer präsentiert die Kernkompetenzen der ITech Progress GmbH

Der von der ITech Progress GmbH präsentierte Vortrag erreichte im Beethovensaal über 100 interessierte Zuhörer:innen. „Kontrollverlust in Softwaresystemen? Strukturen zur Beherrschung der neuen Unübersichtlichkeit und die Unendlichkeit von Software.“ war der Titel des unterhaltsamen und lehrreichen Exkurses, der hohe Resonanz und Zustimmung bei dem Publikum fand.

Am neuen Ausstellungsstand mit unserem Claim „Software-Architektur ist unsere DNA!“ bekamen wir ebenfalls guten Zuspruch und unterhielten uns mit einigen interessierten Teilnehmer:innen. Für alle, die sich in der ITech Academy weiterbilden wollten, haben wir ein Gewinnspiel angeboten, bei dem als Hauptgewinn mit etwas Glück die kostenlose Kursteilnahme an einer iSAQB-Schulung des Academy Programms nach freier Wahl ergattert werden konnte. Die vielen Glückspielversuche sprechen zu unserer Freude für das Interesse an unserem Trainingsportfolio. Denn als iSAQB-Trainingsprovider bietet die ITech Academy zum Certified Professional for Software Architecture (CPSA) Foundation Level auch 17 iSAQB CPSA Advanced Level Module an.

Das Messeteam der ITech Progress GmbH steht am Messestand.
Gewinnspielaufsteller
ITech Progress Messestand auf der JFS 2022

Alles in allem sehen wir die Java Forum Stuttgart als gelungene Konferenz mit einem interessant gestalteten Schwerpunktgebiet. Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen, hoffentlich weiterhin auch mit hohem Präsenzanteil.

 

Großer Preis des Mittelstandes: Wir haben die Jurystufe erreicht!

Großer Preis des Mittelstandes: Wir haben die Jurystufe erreicht!

Großer Preis des Mittelstandes: Wir haben die Jurystufe erreicht!

Großer_Preis_des_Mittelstandes_Urkunde_Jurystufe_Logo_2022

Die ITech Progress GmbH hat als Beratungsunternehmen im Bereich der Softwarearchitektur erfolgreich die Jurystufe des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“ erreicht und bereits die Urkunde erhalten!

ITech Progress gehört damit zu den 542 besten deutschen mittelständischen Unternehmen.

Etwa 3,5 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen gibt es in Deutschland1. Mit ihrer großen Anzahl machen sie ungefähr 99% aller deutschen Unternehmen aus. Damit sind sie ein großer Bestandteil der deutschen Wirtschaft und für den Arbeitsmarkt mit fast 18 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (im Jahr 2018) unerlässlich.

Um die Arbeit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland zu würdigen, wird seit 1994 jährlich von der Oskar-Patzelt-Stiftung der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ ausgetragen. Im Jahr 2022 wurden 4.546 deutsche Unternehmen für den Wettbewerb nominiert². Die ITech Progress GmbH konnte sich als eines der 542 Unternehmen durchsetzen, die im Jahr 2022 diese Stufe erreicht haben. Der Preis kürt mittelständische Unternehmen und berücksichtigt dabei die Kriterien Unternehmensentwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen, Innovation, Engagement und Kundennähe. Gefordert werden hervorragende Leistungen in allen fünf Kriterien.

Im Wettbewerb punktet ITech Progress nicht nur mit der 18-jährigen Stabilität am Markt, vielen geschaffenen festen Arbeitsplätzen und der Kooperation mit selbstständigen Trainern. Das Unternehmen zeichnen vor allem innovative Ansätze im Bereich der Softwarearchitektur und kunden- sowie projektorientierte Lösungen entlang der Wertschöpfungskette aus.

Managing Director der ITech Progress GmbH Dipl. Ing. Mahbouba Gharbi ist nicht nur Gründungsmitglied des International Software Architecture Qualification Board (iSAQB) sondern auch Vorstandsvorsitzende des Vereins. Dadurch ist ein beständiges Engagement und das Mitwirken bei der Weiterentwicklung von Lehrplänen für eine effektive und moderne Softwarearchitektur sichergestellt. Eine Kernkompetenz des Unternehmens ist die Vermittlung von Fachwissen. Dies unterstützt ebenfalls eines der Werteversprechen der ITech Progress GmbH:

„Ein besonderes Anliegen unserer Beratung ist der Wissenstransfer. Wir vermitteln unser Wissen kontinuierlich an die Mitarbeiter unserer Kunden und ermöglichen ihnen, unsere Tätigkeiten nach Projektende zu übernehmen. Wissensmonopole sind für uns tabu, denn nur so hat unser langfristiger Beratungsansatz Erfolg.“

Werteversprechen der ITech Progress GmbH

 In der ITech Academy schult das Unternehmen nach iSAQB-Standards Softwarearchitekten und alle, die es werden wollen. Als Softwarearchitektur-Beratungsunternehmen treibt ITech Progress ebenfalls die Softwareentwicklung voran. Weiterhin besteht der Anspruch, stets alle Teammitglieder (egal ob Softwarearchitekt:in, Entwickler:in, Tester:in oder Berater:in) nach anerkannten Standards weiterzubilden. Dies gewährleistet nicht nur die kontinuierliche Aneignung von Fachwissen, sondern auch die Einhaltung fachspezifischer Prinzipien über gesamte Projekte hinweg. Das Einhalten dieser Prinzipien erleichtert wiederum die Übernahme oder Pflege von Projekten und erschafft ein effizientes Arbeitsumfeld.

Kontrollverlust in Softwaresystemen?

Kontrollverlust in Softwaresystemen?

Kontrollverlust in Softwaresystemen?

Strukturen zur Beherrschung der neuen Unübersichtlichkeit und die Unendlichkeit von Software
DevSecOps

Im Rahmen des Java Forums in Stuttgart am 07.07.2022 hält Holger Tiemeyer einen spannenden Vortrag, welcher sich mit dem Thema „Kontrollverlust in Softwaresystemen?“ befasst.

Im Vorfeld konnten wir mit Holger über seinen Vortrag sprechen und erfahren wichtige Fragestellungen und Ansatzpunkte zu dieser Problematik.

Als studierter Informatiker mit Nebenfach Psychologie verbindet Holger Tiemeyer in seinen Fachvorträgen und Veröffentlichungen aktuelle Themen mit weitergehenden, aus der Psychologie her- oder ableitbaren Aspekten.

Holger Tiemeyer

Wenn du von einem „Kontrollverlust in Softwaresystemen“ sprichst, was können wir hier erwarten?

Holger: Als Berater habe ich in der jüngsten Vergangenheit einige bemerkenswerte Ausprägungen mitbekommen: Der Hype nach der Umsetzung von Microservice-Architekturen setzte sich ungebremst in den Unternehmen durch – und das zu großen Teilen, ohne diesen Trend wirklich zu reflektieren.
Notwendige Fragestellungen wie: „Warum machen wir Microservice-Architekturen?“, „Was sind die Argumente für deren Einführung?“ wurden manchmal nicht gestellt oder beantwortet. Oftmals fußt die Entscheidung für Microservice-Architekturen auf bunten Marketing-Foliensätzen eines/einer bekannten Architekt:in, die den Trend auf einer Konferenz oder in einem Zeitungsartikel als die Lösung vieler offensichtlicher Probleme postuliert hat.

Mit dieser Herangehensweise an die Umsetzung von Microservice-Architekturen nehmen wir etwas in Kauf: Eine verborgene Komplexität, denn wir wissen zu Teilen gar nicht, was sich dahinter tatsächlich verbirgt. Und hierin besteht eine ungemeine Gefahr des Scheiterns eines solchen Vorhabens, denn die explizite Inkaufnahme von etwas Verborgenem äußert sich in Softwareprojekten und ihren Umfeldern in genau dem Moment, wenn Eskalationen zunehmen, Themen zu langsam umgesetzt werden oder Digitalisierung, Modernisierung und neue Anforderungen nur schwer einzubringen sind. In einer extremen oder auch verzweifelten Form fällt u.a. eine Aussage wie: „das wird nicht funktionieren“ oder „das ist nicht umsetzbar“. In der Konsequenz nimmt die eigene Unzufriedenheit oder diejenige von Kunden oder Auftraggebern zu. Der daraus resultierende Aktionismus führt im weiteren Verlauf dazu, dass in einem Projektrahmen nicht mehr pro-aktiv agiert, sondern schlimmstenfalls nur noch reagiert oder das Projekt als gescheitert verurteilt wird.

Es kann potenziell eine Unübersichtlichkeit oder auch ein Chaos, das nicht mehr beherrschbar erscheint – oder schlimmstenfalls sogar ist -, entstehen.

Nehmen wir dieses Chaos also als etwas schicksalhaftes an? Oder möchten wir lieber die Komplexitäten – die aus der Wahl eines geeigneten Architekturstils resultieren – aktiv angehen und beherrschbar halten und die Kontrolle über das Vorgehen der Umsetzung von Softwaresystemen behalten? Was bedeutet dann ein geeigneter Architekturstil?

Und genau diesen Fragestellungen sehe ich mich sowohl in meinen Projekten als auch in meinen Trainings zu flexiblen Architekturmodellen und Cloudinfra gegenübergestellt. Die Teilnehmer:innen dieser Schulungen bitten häufig um Hilfestellungen aus genau den gerade erwähnten Aspekten heraus. Die Lösungsräume erarbeiten wir dann gemeinsam.

Du sprichst Unbewusstes, Komplexität und Chaos an, die wir in der digitalen Welt beherrschen wollen, was ist hier Dein Postulat?

Holger: Laut C.G. Jung fassen wir das Unbewusste bis zum Zeitpunkt des Bewusstmachens als Schicksal auf. D.h. das, was uns nicht bewusst ist, kann als etwas, das evtl. nicht im Detail verstanden oder bewusst wahrgenommen wird aufgefasst- und weiter: als ein Verhängnis einer höheren Macht, die das Leben bestimmt und lenkt, angesehen werden. Es wird somit hingenommen und akzeptiert.

Bezogen auf unsere Softwaresysteme und -architekturen wäre die Frage: Gibt es evtl. Themen, die wir in einer Entscheidungsfindung nicht sehen, die sozusagen im Verborgenen, Unbewussten liegen?

Eine Entscheidung für oder gegen eine Realisierung/Umsetzung oder einen Architekturstil würde evtl. ganz anders gefällt werden, wenn wir uns gewisse Aspekte bewusst machen.

Fundamentaler Ausgangspunkt ist das CAP-Theorem, welches zwar oftmals bekannt ist, doch dessen Auswirkungen auf unsere Entscheidungsfindung gerade im Kontext von Softwarearchitekturen kaum oder gar nicht beachtet wird.

Es geht daher nicht um das Beherrschen des Unbewussten oder der Komplexität, sondern um das Bewusstwerden darüber – über blinde Flecken und Bereiche, die uns in der Entscheidung massiv beeinflussen und die Komplexität reduzieren können – resultierend aus den Ergebnissen, die uns das CAP-Theorem liefert.

Wo hilft uns hierbei das CAP-Theorem genau?

Holger: Das CAP-Theorem liefert uns eine wesentliche Erkenntnis, die uns in der Entscheidungsfindung für gewisse Eigenschaften in verteilten Systemen, ermöglicht: Wir müssen uns für zwei der drei Eigenschaften: Konsistenz, Verfügbarkeit und Partitionstoleranz, entscheiden.

Diese Entscheidung hat einen fundamentalen Einfluss auf die Ausgestaltung und weitergehenden Möglichkeiten eines Systems. Benötigen wir beispielsweise eine ad-hoc-Konsistenz unserer zugrundeliegenden Daten, die den ACID-Prinzipien unterliegt oder nicht?

Wenn ich nun von „oder nicht“ spreche, ist dann schon jedem klar, wovon ich in der Alternative spreche? Dieses ist ein schönes Beispiel für das Bewusstmachen des Unbewussten. Was verbirgt sich denn hinter der Alternative zu ACID?

Wir sprechen von BASE (Base vs. Säure – scherzhaft). Dabei steht BASE für Basically available, soft-state und Eventual Consistency.
Dieses bedeutet, dass wenn ich die ACID-ad-hoc-Konsistenz verlasse und mich dagegen entscheide, kann ich mit den Mittlen der Eventual Consistency arbeiten. Ist diese Tatsache bewusst? Wir werden es in meinem Vortrag klären.

Du sprichst von einer Komplexitätsreduktion durch das Bewusstmachen blinder Flecken. Könntest du dieses noch etwas genauer darlegen?

Holger: Ein zentrales Thema in der Architekturarbeit – insbesondere in Microservice-basierten Systemen – ist die Verteilung von Verantwortlichkeiten (Separation of Concerns).

Wo liegen denn meine Verantwortlichkeiten – fachliche und technische? In einem Service oder über mehrere Services verteilt? Kann ich die Verantwortlichkeiten trennen – und wenn ja, dann wie?

Die Trennung von Verantwortlichkeiten umfasst in der Umsetzung unterschiedliche Aspekte und Bereiche. Die Frage nach der Definition eines Verantwortungsbereichs muss gemeinsam mit allen beteiligten Stakeholdern geklärt werden. Wir müssen diese blinden Flecken aufdecken.

Ein moderner Trend ist es mit weitergehenden Aspekten zu arbeiten: Sidecars und daraus resultierend die Service-Meshes bieten uns ein enormes Potential bestimmte Komplexitäten und Verantwortlichkeiten in die Infrastruktur auszulagern. Auch hier kommt wieder die Frage nach dem Bewusstsein über diese Möglichkeiten zum Tragen. Ich hoffe dieses in meinem Vortrag aufzuklären.

Wie kann man dies erlernen?

Holger: Die Psychologie beschäftigt sich mit der Fragestellung der Problemlösung. Ein Problem wird dadurch gekennzeichnet, dass ich von einem Ausgangszustand in einen Zielzustand übergehen möchte, wobei zwischen diesen beiden Zuständen eine Barriere existiert, die es zu überwinden gilt.

Die Problemlösung besteht nun darin sog. Operatoren zu finden, mit deren Hilfe ich diese Barriere überwinden kann.

Der Erwerb dieser Operatoren erfolgt aufgrund von drei Arten:
I.) Entdecken

II.) Instruktion und

III.) Beobachtungslernen.

Aus diesen Möglichkeiten des Erwerbs müssen die Operatoren extrahiert werden und dieses passiert anhand der Analogiebildung. Dieses Konzept geht schon auf Platon zurück und ist essenziell. Wir erlernen die Themen anhand von Analogien.

Die Frage ist nun, wie uns dieser Prozess der Analogiebildung dabei helfen kann unbewusste Teile aufzudecken, um fundierte Entscheidungen für unsere Systemarchitekturen zu treffen, die uns die Kontrolle über diverse Ausprägungen ermöglichen?

Unendlichkeit der Software, wie definierst Du das?

Holger: Gegenfrage: Wodurch ist der Rahmen eines Softwaresystems definiert? Wo liegt seine Grenze? Wir klären dieses in Rahmen des Vortrags.

Wie können wir all diese Themen bei der Software Architektur einbringen?

Holger: Die ISO-25010-Norm definiert Qualitätsmerkmale für Software. Diesen Qualitätsmerkmalen werden Qualitätsszenarien, die aus den Qualitätsanforderungen abgeleitet werden, zugeordnet und priorisiert.

Wichtig ist nun, dass jedes System in seinen Lösungsszenarien und -strategien in Bezug auf die in der Norm definierten Qualitätsmerkmalen optimiert werden kann.

Hier fängt unser Entscheidungsprozess als Softwarearchitekt an. Unter Einbezug der Erkenntnisse aus dem CAP-Theorem sowie der Aufklärung blinder Flecken in Bezug auf die Infrastruktur (oder auch Makroarchitektur) können unsere zu realisierenden Systeme exakt auf die umzusetzenden funktionalen sowie qualitativen Merkmalen optimiert und angepasst werden.
Wir werden dieses an einem durchgängigen Beispiel in meinem Vortrag entdecken.

Danke für die Einführung! Wir sind gespannt auf deinen Vortrag, und die Antworten und Empfehlungen, wie man die Kontrolle in der Software Architektur behält.

 

Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche an unserem Ausstellungsstand im Foyer des Java Forums Stuttgart!

Ei-Tech Progress goes around the world !

Ei-Tech Progress goes around the world !

Zum diesjährigen Osterfest traf sich das „Ei“-Tech-Team nicht nur zum Wissensaustausch über laufende Projekte, sondern reiste gemeinsam um die Welt. Im Rahmen unseres Teambuilding-Events traten drei Teams (die Weltmenschen, die faulen Eier und Team Hase) eine digitale Reise um die Welt an. Um die Weltreise fortsetzen zu können, mussten in jedem Land gemeinschaftlich verschiedenste Aufgaben gelöst werden.

 Dazu gehörte das Aufnehmen von Fotos & Videos und die Beantwortung von Wissensfragen. Unser „Ei“-Tech Team hatte, wie auf dem Foto gut zu erkennen ist, große Freude beim Nachspielen von Märchen (Schneewittchen und die 7 Zwerge) in Deutschland, bei einer Flamenco-Performance in Spanien und beim Verkleiden als Griechen in Griechenland oder Gauchos in Argentinien. Auch die Aufgabe beim Zwischenhalt in Mexiko schreckte so manchen hartgesottenen Wettkämpfer nicht ab: Zu jedem guten Tequila gehört natürlich der beherzte Biss in eine Zitrone. Ganz nach dem Motto „Wir schrecken vor keiner Aufgabe zurück!“ präsentierte sich die ITech-Familie von ihrer besten Seite.

 Wir gratulieren dem Team „die Weltmenschen“ zu ihrem wohlverdienten Punktesieg und behalten Team Hase & die faulen Eier als Sieger der Herzen in Erinnerung. Die Kollegen, die leider verhindert waren, dürfen sich schon auf unser nächstes Team-Event mit Spaßgarantie freuen.